Wenn sich das Versicherungsgeschäft für einen Erstversicherer oder Rückversicherer nicht mehr lohnt, kann er auf die Annahme von Neugeschäft verzichten (Versicherer zeichnet kein Neugeschäft mehr) und den Bestand lediglich als sogenanntes run-off abwickeln. Dies kann auch nur eine Sparte oder Produkt, bspw. das Kfz Geschäft oder Haftpflichtgeschäft, betreffen. Run-off bezeichnet also das in der Vergangenheit gezeichnet Versicherungsgeschäft, welches jedoch zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht endgültig abgewickelt oder Verträge beendet, also ausgelaufen sind.
Der Versicherer kann den run-off selbst begleiten oder die betreffenden Sparte, Gesellschaft oder Produkt an einen spezialisierten Anbieter verkaufen oder übergeben. Ein Sonderkündigungsrecht für den Versicherungsnehmer ist damit i.d.R. nicht gegeben. Der Vertrag bleibt bestehen, ggf. entstehende Überschüsse gibt es weiter und die Finanzaufsicht Bafin überwacht den Aufkäufer.