Die Rückversicherung ist der Versicherer der Versicherer. Versicherer können ihren Versicherten auch deswegen hohe Versicherungssummen und Versicherungsschutz für Risiken anbieten, weil sie einen Teil der übernommenen Risikos an einen Rückversicherer weitergeben. Ohne Rückversicherung wäre gerade für kleinere Versicherer die Absicherung von großen Einzelrisiken bei Industriebetrieben oder Gebäudekomplexen oder auch das Absichern gegen Elementarereignisse oder Wetterrisiken kaum möglich.
Im Jahr 2011 entstanden durch Naturkatastrophen wie das Erdbeben / Tsunami in Japan und bspw, die Hurrikans in den USA bis hin zur Überschwemmung in Thailand weltweite Versicherungsschäden in Höhe von 110 Mrd. US-Dollar.

Rückversicherer sind international tätig und sorgen mit der Rückversicherung für einen weltweiten Risikoausgleich. Die Rückversicherung ist somit ein wesentliches Instrument des Risikomanagements der Versicherers. Die Rückversicherung sichert somit den Versicherer, das angenommene oder gezeichnete Versicherungsgeschäft gegen schwankende Schadenergebnisse zu schützen. Auch sind für rückgedeckte Risiken kein Eigenkapital zur Erfüllbarkeit der Verträge durch den Versicherer vorzuhalten.

Zwei wichtige Treffen der Versicherungsbranche sind die jährlichen Branchentreffen mit den Rückversicherungen in Monte Carlo im September und Baden-Baden im Oktober. Dort werden die Risiken sondiert und die Rückversicherungsprämien neu verhandelt. Diese Treffen finden bereits seit 1957 statt. Der größte Rückversicherungsstandort ist Deutschland, gefolgt von den USA. Bekannte deutsche Rückversicherer sind die Münchner Rück (heute munich re), größter Rückversicherer der Welt und Hannover Rück (heute hannover re), drittgrößter Rückversicherer der Welt. 

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