Als Quotenvorrecht wird i.S. des VVG §86 bezeichnet, wenn ein Ersatzanspruch des Versicherungsnehmers auf den Versicherer übergeht. Dies geschieht bspw. dann, wenn der Geschädigte eine Mitschuld am Verkehrsunfall hatte und seine Vollkaskoversicherung zusätzlich mit in Anspruch nehmen moechte. Der Forderungsübergang darf sich jedoch nicht zum Nachteil des Geschädigten auswirken. Anwendung findet das Quotenvorrecht häufig bei Verkehrsunfällen, wenn der Geschädigte mit einer Vollkasko-Versicherung abgesichert ist. Bei Mitverschulden kommt dann ein Geschädigten bei Inanspruchnahme der eigenen Vollkaskoversicherung auf eine fast vollständige Schadensregulierung. Denn trotz Forderungsübergang kann der Geschädigte bestimmte Schäden (kongruente Fahrzeugschäden) weiterhin bei der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung geltend machen

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