Die Mehrkostenversicherung kann in der Elektronikversicherung eingeschlossen werden. Denn der Ausfall einer elektronischen Anlage kann für jedes Unternehmen zu Liquiditätsproblemen führen, wenn kurzfristig versicherte technische Geräte angemietet und beschafft werden müssen. Wird die technische Einsatzmöglichkeit einer versicherten Anlage infolge eines versicherten Sachschadens unterbrochen oder beeinträchtigt, leistet der Versicherer Entschädigung für die dadurch entstehenden Mehrkosten. Die Mehrkostenversicherung bietet sich in der Elektronikpauschalversicherung für Geräte der Anlagengruppe 1 (Daten-, Kommunikations- und Bürotechnik) an. Denn bei dieser Anlagengruppe kann jederzeit unkompliziert ein Ersatzgerät gemietet bzw. erworben werden. Somit entsteht nur eine kurze Betriebsunterbrechungsdauer, sodass eine Elektronik-Betriebsunterbrechungsversicherung von manchen Versicherern nicht angeboten wird.

Es wird bei der Mehrkostenversicherung unterschieden in zeitunabhängige Mehrkosten und zeitabhängige Mehrkosten.
Die zeitabhängigen Mehrkosten können entstehen:
a) Kosten für die Benutzung anderer Anlagen;
b) die Anwendung anderer Arbeits- oder Fertigungsverfahren
c) die Inanspruchnahme von Lohn-Dienstleistungen, Lohn-Fertigungsleistungen oder weiterer Arbeitskräfte
d) durch Bezug von Halb- oder Fertigfabrikaten

Unter zeitunabhängige Mehrkosten werden die Kosten definiert, die während der Dauer der Unterbrechung oder Beeinträchtigung nicht fortlaufend entstehen, also eher Einmalkosten sind:
a) einmalige Umprogrammierung der Elektronik
b) Umrüstung
c) behelfsmäßige oder vorläufige Wiederinstandsetzung

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