Die Analyse von Chromosomen (sog. DNA), Proteinen und bestimmten Metaboliten zur Entdeckung erblicher, krankheitsbezogener Genotypen, Mutationen, Phänotypen oder Karyotypen für klinische Zwecke.
(Definition des National Human Genome Research Institute)
Der Gentest soll somit zum Zwecke der Vorhersage eines Krankheitsrisikos und die Erstellung einer pränatalen und klinischen Diagnose oder Prognose dienen.

Aufforderung zum Gentest erlaubt?

Nach §18 GenDG darf der Versicherer vom Versicherten weder vor noch nach Abschluss des Versicherungsvertrages die Vornahme genetischer Untersuchungen oder Analysen verlangen. Auch darf der Versicherer keine Mitteilung von Ergebnissen oder Daten aus bereits vorgenommenen genetischen Untersuchungen oder Analysen verlangen oder solche Ergebnisse oder Daten entgegennehmen oder verwenden. Jedoch gilt dies nur, wenn die beantragten Versicherungsleistungen bestimmte Höchstgrenzen nicht übersteigen.

  • Lebensversicherungen max. 300.000 EUR
  • Berufsunfähigkeitsversicherung Jahresrente max. 30.000 EUR
  • Erwerbsunfähigkeitsversicherung Jahresrente max. 30.000 EUR
  • Pflegerentenversicherung Jahresrente max. 30.000 EUR

Andererseits sind jedoch gemäß §19 Abs.2 VVG bekannte Vorerkrankungen und Erkrankungen anzugeben, sodass Erkenntnisse aus einem erfolgten Gentest dem Versicherer anzugeben sind.

Im Folgenden sind einige bekannte Erbkrankheiten genannt:
• Down-Syndrom
• Mukoviszidose
• Hämochromatose
• Chorea Huntington
• Neurofibromatose
• Hämophilie A und B

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