Bei der Eigenkapitalquote wird das Eigenkapital in Verhältnis zu den verdienten Bruttobeiträgen bzw. Bruttoprämien gesetzt. Die PKV-Unternehmen müssen zur Sicherstellung der dauernden Erfüllbarkeit der Verträge ausreichendes Eigenkapital bilden, welches sich in der Eigenkapitalquote wieder spiegelt. Die Höhe bemisst sich aufgrund einer zu deckenden Solvabilitätsspanne. Ein Maß für die Solvabilität eines Unternehmens ist die Eigenkapitalquote. Das Eigenkapital dient dem Unternehmen zum Ausgleich kurzfristiger Verluste. Die Spannweite beträgt zwischen 0% und 100 %, jedoch muss das BaFin bei Unterschreiten der Mindestanforderung an die Solvabilität einschreiten. Gesetzliche Vorschrift zur Eigenkapitalbildung findet sich im  §53c VAG für sämtliche Versicherungsunternehmen, also nicht nur für die privaten Krankenversicherungsunternehmen. VVaG können ihr Eigenkapital nur aus dem Jahresüberschuss bilden, während AGs ihr Eigenkapital auch über die Aktionäre erhalten können.

Versicherungstechnische Kennzahlen sind meist nur in Verbindung mit anderen versicherungstechnischen Kennzahlen und ggf. anderen
unternehmensspezifischen Informationen zu interpretieren und zu verstehen. Eine isolierte Interpretation nur einer Kennzahl kann zu falschen Annahmen führen.