Beitragsfreie Versicherung ist die Versicherungssumme (Hinterbliebene, Berufsunfähigkeit, Pflege usw.), für die keine Beiträge mehr zu zahlen sind. Bspw. bei gezahltem Einmalbeitrag oder bei Umwandlung in eine beitragsfreie Versicherung mit entsprechender Reduzierung der Versicherungssumme. Bei der Umwandlung ist zu bedenken, dass aufgrund der Beitragsfreistellung der Versicherer ggf. vertraglich vereinbarte Änderung gegenüber dem bisherigen Vertrag vornehmen kann:

  • Vertraglich vereinbarten Rentenfaktoren kürzen, verändern oder auf aktuelle Sterbetafeln umstellen.
  • Einen anderen Kostensatz, also andere Rechnungsgrundlagen dem Vertrag zugrunde legen.
  • Die Überschussbeteiligung während der Beitragsfreistellung kürzen.
  • Für Todesfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung bei Aktivierung eine umfassende Gesundheitsprüfung verlangen, welche auch Beeinträchtigungen vor dem Antrag auf Beitragsfreistellung beinhaltet.
  • Für Zusatzversicherungen bei Aktivierung ggf. Gesundheitsprüfung verlangen kann.
  • Bei einer späteren Fortführung die vereinbarten Dynamik ohne erneute Gesundheitsprüfung nicht mehr akzeptiert.
  • Unter bestimmten Umständen die Beitragsfreistellung nicht akzeptiert, den Vertrag kündigt und den Jahresschlussüberschuss streicht, wenn nicht zum Ende des Versicherungsjahres gekündigt wird.