Eine Anwartschaft ist ein Anspruch auf ein bspw. durch Beitragszahlung erworbener Wert. Die Rentenversicherung Bund (gesetzliche Rentenversicherung) bezahlt nur eine Rentenleistung an den Versicherten aus, wenn zum Zeitpunkt der Leistungsgewährung eine gesetzlich definierte Anwartschaft besteht.

  • 60 Monate Pflicht- oder freiwillige Beiträge
  • Anwartschaft auf die Regelaltersrente mit 65 Jahre (ggf. auch später)

Somit erhält der Beitragszahler die Rentenleistung bei Erreichen des 65. Lebensjahres, insofern er 60 Monatsbeiträge entrichtet hat und die Regelaltersrente beantragt. Abweichung kann es bei Behinderungen oder auch durch die Verschiebung des Eintritts der Altersrente bei jüngeren Versicherten geben.

Bei der privaten Rentenversicherung gilt die Anwartschaft gemäß vertraglich geschlossener Vereinbarung. In der privaten Versicherungswirtschaft kennt man auch noch die Anwartschaftsversicherung bspw. in der privaten Krankenversicherung und privaten Pflegeversicherung.

In der BAV ist die Anwartschaft eine gesicherte Rechtsposition auf eine zukünftige Rentenleistungen, Invaliditätsleistungen, Todesfallleistungen oder auch Hinterbliebenleistungen. Mit Eintritt des sogenannten Versorgungsfalls wird aus der Anwartschaft ein Rechtsanspruch (z. B. auf eine Altersrente). Die Anwartschaft entsteht mit der Zusage des Arbeitgebers auf eine Versorgung und wächst üblicherweise mit der Dauer der Betriebszugehörigkeit.

Ähnliche Einträge