Die Alterungsrückstellung wird vom PKV-Unternehmen verpflichtend für die Versicherten gebildet. Die Alterungsrückstellung ist eine besondere kollektive Rücklage, um die Beiträge in der privaten Krankenversicherung unabhängig vom Alter dauerhaft konstant zu halten. Hierzu wird in der Versicherungsprämie ein spezieller Sparanteil einkalkuliert, der verzinslich angesammelt wird. Gemaess VAG müssen 90 Prozent ihrer gesamten freien Überzinsen aus der Alterungsrückstellung zur Beitragsentlastung im Alter verwendet werden, jedoch nicht mehr als 2,5 Prozent der vorhandenen Alterungsrückstellungen. Steigen die Krankheitskosten altersbedingt, können sie aus dieser Rückstellung gedeckt werden, ohne dass die Prämien angehoben werden müssen.
PKV-Versicherte, die die private Vollversicherung wechseln wollen, nehmen Ihre Alterungsrückstellung aus der Pflegepflichtversicherung und den gesetzlichen Zuschlag zum neuen PKV Versicherer mit. Bei Verträgen mit Beginn 1.1.2009 kann zusätzlich den Übertragungswert in seinen neuen Vertrag übertragen lassen. Versicherungstechnisch wird dann von Portabilität der Alterungsrückstellung gesprochen. Die Alterungsrückstellung gehören somit nicht der PKV, sondern den Versicherten und ist daher eigentlich nicht das Vermögen der PKV, sondern Forderung der Versicherten.

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