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Intel – Der Halbleiter Champion mit Potenzial (2020)

Intel – Der Halbleiter Champion mit Potenzial (2020)

Intel Aktie kaufen? Die wichtigen Details für Sie in Kurzform

INHALTSVERZEICHNIS

Die Aktienanalyse: Intel kaufen nach dem Crash von 21 %?

Die Intel Corporation Aktie im Nasdaq gilt als volatil (sprunghafter und unbeständiger Aktienkurs) und somit spekulativ. Die Volatilität liegt im Zeitraum 30 Tage bei 55 und beim 250 Tagesschnitt ungefähr bei 53 (Stand 7/20220). Im Jahr 2019 stieg der Aktienkurs innerhalb des Jahres um 58 Prozent, um knapp 3 Monaten später 19 Prozent zu verlieren.

Die goldene Regel des Investierens lautet: „Kaufe niedrig und verkaufe hoch.“

Die Aktie der Intel Corporation sank Ende Juli / Anfang August unter das Niveau vor dem Corona Crash. Auf Sicht von sechs Monaten bis einem Jahr erscheint die Intel Aktie günstig. Das Unternehmen hinkt jedoch nach eigenen Angaben bei der Entwicklung des 7-Nanometer-Prozessortechnologie dem aufgestellten Zeitplan Monate hinterher. Es besteht die Gefahr der Abwanderung weiterer Kunden zum Mitbewerber AMD.

• KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) beträgt aktuell circa 11,5 und liegt mit 77 Prozent unter dem Branchendurchschnitt für Halbleiter und Halbleiterausrüstung. Als Börsenschwergewicht gilt Intel aus Sicht des KGV´s als unterbewertet.

  1. KGV (KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) beträgt aktuell circa 11,5 und liegt mit 77 Prozent unter dem Branchendurchschnitt für Halbleiter und Halbleiterausrüstung. Das Börsenschwergewicht Intel gilt aus Sicht KGV als unterbewertet.
  2. Seit 1992 erhalten Anleger der Intel Aktie eine Dividende. Die Dividendenrendite in Bezug auf ein Kursniveau von 48 USD Anfang August 2020 bei über 2,7 Prozent.
  3. Der Umsatz für das III. Quartal soll auf rund 18,2 Milliarden USD wachsen. Das wäre das gleiche Niveau wie vor dem Corona Crash.
  4. Der Gewinn je Aktie überraschte im 2. Quartal die Schätzungen der Analysten um mehr als 10 Prozent. Der Quartalsgewinn von 5,1 Mrd. USD übertraf die Schätzungen.
  5. Die Intel Corporation hat eine fantastische Eigenkapitalquote von über 56 Prozent. Im 2. Quartal 2020 erzielte Intel 22 Prozent mehr Gewinn als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs.

Die Intel Aktie zählt zum Börsensegment Halbleiter. Die Analyse der Fundamentaldaten ist überwiegend positiv. Daher empfehlen wir die Intel Aktie bei einem Niveau unter 50 USD für einen mittelfristigen Anlagezeitraum zum Kauf ( „buy“).

(Chart einfügen Intel)

Entstehung und Geschichte von Intel

Intel ist ein weltweit agierendes Unternehmen. Intel versorgt die Industrie, Konzerne, mittelständische Unternehmen sowie Privatkunden mit Soft- und Hardwareprodukte. Hauptsegment sind Halbleiter-Speicherchips und Mikroprozessoren. Zusätzlich bietet Intel Schaltkreise, Speicherplatten, -karten und -systemen sowie seit 2020 unter dem Namen Mobileye selbstfahrende Autos. Diese wurden vom TÜV Süd zertifiziert. 2020 sind erste Testfahrten mit selbstfahrenden Fahrzeugen der Firma Intel Mobileye geplant. Mobileye rüstet Autohersteller mit Fahrassistenz-Systemen und Technologie zum autonomen Fahren aus.

Die Robotiktechnik, das automatisch gesteuerte Fahrzeuge (AGVs) und autonome mobile Roboter sind weitere Geschäftsfelder. Bei der Robotiktechnik geht es mittlerweile um mehr als die Roboter in der Industrieproduktion. Im Gesundheitswesen desinfizieren Roboter Krankenhäuser. Andere unterstützten bei komplexen Operationen das Ärzteteam.

Das Entwickeln von Plattformen ist eine weitere angebotene Technologielösung. Ein Segment davon ist der Bau und das Betreiben von Rechenzentren und Datenzentren für Cloud-Anwendungen.

Bei der künstlichen Intelligenz (KI-Boom) baut Intel auf Zukäufe, statt auf Eigenentwicklung. Intel plant das israelische Unternehmen Habana Labs für bis zu 2 Milliarden USD zu erwerben (Stand 7/2020). Im Jahr 2015 bezahlte Intel 16,7 Mrd. USD für Altera und kaufte 2016 das Start-up Nervana. Vor einigen Monaten wurde der Mobilitäts-App Anbieter Moovit erworben. Es wird sich zeigen: Kann Intel diese Zukäufe im Konzern sinnvoll integrieren?

Gegründet in Santa Clara und lange Zeit schätzungsweise 80 % Marktanteil

Intel wurde 1968 in Santa Clara, Kalifornien gegründet. Seit 1971 ist Intel an der Börse notiert. Durch teilweise fragwürdigen Methoden in „Bonus-Verträgen“ mit PC-Herstellern schaffte Intel bei Mikroprozessoren weltweit einen Marktanteil von bis zu 80 Prozent. Aktuelle Berechnungen geben Intel derzeit noch circa 65 Prozent.

Einige Skandale und Rückschläge prägen die letzten Jahre

Ein Grund der hohen Volatilität der Intel-Aktie scheinen trotz bester Gewinnaussichten das Auftreten von Skandalen und größeren Probleme zu sein. Eine Anzahl Skandale sorgten für Empörung und das Ende von Intel wurde nach Bekanntwerden vorausgesagt. Der Marktanteil spricht dafür, es geht an Intel bei Chipprozessoren kaum ein Weg vorbei. So erholte sich die Aktie Intel bisher immer und konnte in höhere Sphären vorstoßen.

  • Juli 2020 – Die Produktion des 7 Nanometern Chip verzögert sich um weitere sechs Monate. Ein Fehler im Produktionsverfahren führte zu einem überhöhten Anteil unbrauchbarer Intel-Chips. Der Hardware-Chef Murthy Renduchintala verlässt das Unternehmen.
  • Aufgrund fehlerhafter Chiplieferungen entschied sich Apple, die PC mit eigenem Chips auszustatten, anstatt auf Intel-Chips zurückzugreifen. Apple vertritt das Ziel, möglichst viel der Produktionskette im eigenen Haus zu halten und zurückzuholen. Neben der höheren Qualität gewährleistet es besser die Kontrolle über den Ausschluss von Konfliktrohstoffen.
  • Dezember 2018 fanden sich Sicherheitslücken im Intel Prozessor. Sie ermöglichen es Angreifern, sensible Daten auf den Systemen zu stehlen.
  • April 2018 – Acht Sicherheitslücken wurden im Intel-Chip Spectre-NG entdeckt. Sie wurden mit 8 Patches gefixt. Die Patches lösten nicht das Problem der Sicherheitslücken, sondern schlossen sie zumindest vorübergehend.
  • 2018 verschätzte sich der Konzern bei der Entwicklung der Zehn-Nanometer-Chips. Es gab lange Verzögerungen und Lieferengpässe.
  • Januar 2018 – Intel-Chef Brian Krzanich verkaufte Ende November 2017 im Wert von 24 Mio USD. Die schwerwiegende Sicherheitslücke der Intel-Chips war intern bekannt. Intel-Chef Krzanich dementierte ein Fehlverhalten mit der Begründung, dass er zufälligerweise alle Aktien bis auf 250.000 zu dem Zeitpunkt verkaufen wollte. Dieser Plan reichte Intel erst nach Entdecken der Schwachstelle der SEC ein. So ganz nebenbei empfinden Aktionäre es als Beweis das Misstrauen gegenüber dem eigenen Unternehmen, wenn ein CEO den Großteil seiner Aktien verkauft.

Buy the rumor, sell the news

Diese bekannte Börsenregel sagt vereinfacht, bei positiven Gerüchten „blind“ kaufen und bei den Fakten verkaufen. Positive Gerüchte führen oft zu starken Kurs-Steigerungen. Die spätere Bestätigung des Gerüchts nutzen Aktienprofis zum Abverkauf und Gewinnmitnahme der Aktie. So geschah es auch bei der Intel Aktie Ende Juli im Nasdaq nach der Veröffentlichung der Fakten. Die positive Überraschung der Quartalszahlen hatte keinen nachhaltig Kurstreibenden Einfluss auf den Aktienkurs. Zusätzlich sorgten die vermuteten und nun bestätigter Verzögerung der Produktion für Verkaufsdruck.


201720182019
Umsatz in Mrd. USD62,76170,84871,965
Gewinn pro Gewinn je Aktie in EUR1,814,064,24
Dividende je Aktie in EUR0,961,331,12

Quelle Intel Investor Relation; Stand 8/2020

Der Ausblick auf Intel nach dem Abverkauf

Intel hielt im zweiten Quartal 2020 seinen Umsatz unerwartet stabil und steigerte den Gewinn. Somit übertraf das Ergebnis die eigenen Erwartungen und die der Analysten. Der Umsatz mit den Rechenzentren vergrößerte sich seit dem 3. Quartal 2019 kontinuierlich. Im 2. Quartal stieg der Anteil des Umsatzes der Rechenzentren um 43 Prozent auf mittlerweile 7,1 Milliarden USD. Das sind nahezu 30 Prozent des Gesamtumsatzes von Intel. Somit ist der Umsatz aus den Rechenzentren um 500 Millionen höher als der gesamte Umsatz von AMD.

Intel bleibt eine Aktie mit starker Dividende

Für die Aktie von Intel gibt es zum 1.09.2020 eine Dividende in Höhe von 0,33 USD je Aktie und Quartal. Auf das Jahr hochgerechnet ergibt das eine Dividendenrendite von 2,75 Prozent beim Kurs von 48 USD. Wie oben beschrieben, Intel Aktionäre erfreuen sich seit dem Jahr 1992 jedes Quartal über eine Ausschüttung in Form einer Dividende. Diese hohe Dividende ist ein guter Ersatz für Zinsjäger, die ähnliche Zinserträge nur bei High Yield Bond erreichen. Höhere Zinsen fordern Investoren von Schuldnern mit einer schlechten Bonität. High Yield Bond bergen das Risiko des Ausfalls der Anleihe.

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Intel Aktienanalyse: Intel läuft der Entwicklung hinterher

Intel erzielt derzeit seine Hauptumsätze mit den Halbleiterchips. Die gegenwärtig vielen unbrauchbaren Chips aufgrund der Fehlproduktionen führen zur Vernichtung der Gewinne.

Intel produziert Chips erlauben keine Verwendung von defekten Rechenkerne. AMD verarbeitet Chips mit einem defekten Rechenkern, da vereinfacht geschrieben AMD Ersatzkerne im Chip integriert. Anders als das Chiplet Design von AMD ist die Ausschussquote bei Intel in der Prozessor-Produktion höher.

Die verzögerte Erstellung der 7-Nanometer-Produktion stellt Gewinnziele infrage. Bei der hart umkämpften Chipfertigung sind niedrige Fehlerquoten wichtig, um auf Dauer ausreichende Gewinne zu erzielen.

Der SEO von Intel Bob Swan kann sich erstmalig in der Geschichte von Intel vorstellen, aus der Chipproduktion auszutreten. Es bliebe wie bei AMD die Entwicklung (Design) bei Intel, die Produktion würde an erfahrene Chipproduzenten wie TMSC vergeben. Aus derzeitiger Sicht führt solch ein Schritt zu mehr Zuverlässigkeit des Halbleiter Champions.

Aktienempfehlungen und Analystenmeinungen zu Intel

Analystenmeinungen sind Einschätzungen. Hält ein Analyst eine Aktie für unterbewertet, empfiehlt er sie zum Kauf (buy/strong buy) und ermittelt ein mögliches Kaufziel. Schätzt der Analyst eine Aktie als überbewertet ein, empfiehlt er den Verkauf (sell/strong sell). Bei nicht ausreichender Datenlage wird empfohlen, die Aktie nicht zu verkaufen (hold). Die Einschätzung eines Marktanalysten ist somit losgelöst vom Aktienkurs.

Flash-Analysen und Prognosen zur Intel Aktie nach dem 2. Quartalszahlen 2020

Goldman senkt Ziel für Intel von 54 USD auf 46 USD – ‘Sell’ (27.07.2020)

Intel habe die Gewinnerwartungen übertroffen, gerate jedoch durch die Verzögerungen bei der 7-Nanometer-Technologie unter Druck.

DZ Bank senkt Intel von 67 USD auf 47 USD – ‘Verkaufen’ (24.07.2020)

Die guten Geschäftszahlen zum zweiten Quartal sind erfreulich. Das Eingeständnis Intels, dass die Markteinführung von leistungsstarken Prozessoren wegen „identifizierter Fehler im Produktionsprozess” zum wiederholten Male um (mindestens) sechs Monate verschiebt. Das könnte dazu führen, dass Intel gegenüber der Konkurrenz ins Hintertreffen gerät und Marktanteile einbüßen könnte.

Barclays senkt Intel Aktie ‘Equal Weight’ auf ‘Underweight’ – Ziel 48 Dollar (24.07.2020)

Die britische Investmentbank meint, im zweite Quartal übertraf Intel klar die Erwartungen. Aufgrund der Verzögerungen bei der 7-Nanometer-Prozessortechnologie fokussiere sich Intel zunächst auf die margenschwächere 10-Nanometer-Technologie. Das dürfte das PC-Geschäft im kommenden Jahr abschwächen.

UBS senkt Ziel für Intel von 70 auf 64 Dollar – ‘Buy’ (24.07.2020)

Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für die Intel Aktie nach den Berichtszahlen von 70 auf 64 US-Dollar gesenkt. UBS bleibt bei der Einstufung ‘Buy’. Der Analyst Timothy Arcuri veröffentlichte am Freitag seine Studie.

Der schwache Ausblick auf das zweite Halbjahr und die vermeldeten Verzögerungen bei der 7-Nanometer-Technologie seien keine guten Nachrichten. Er sehe zumindest einen Lichtblick: Die Verzögerungen können den Prozessorhersteller veranlassen, mehr Produktion auszulagern.

Credit Suisse senkt Ziel für Intel von 75 USD auf 70 USD – ‘Outperform’ (24.07.2020)

Intel überzeugt bei der Umsatzentwicklung. Der zukünftige Gewinn je Aktie sehe nicht so gut aus. Langfristig blieben die Aussichten gut.

Goldman senkt Intel von ‘Neutral’ auf ‘Sell’ – Von 65 USD auf Ziel 54 USD (06.07.2020)

Nach der Hochstufung vom März aufgrund Homeoffice-Trend zeigen aktuelle Signale ein eher schwächeres PC-Geschäft im zweiten Halbjahr. Es drohen Verluste von Marktanteilen bei Prozessoren.

Bernstein Research belässt Intel auf ‘Market-Perform’ – Ziel 55 Dollar (23.06.2020)

Das US-Analysehaus Bernstein Research hat Intel anlässlich der Umstellung von Apple bei Mac-Computern auf Chips aus eigener Entwicklung auf ‘Market-Perform’ belassen.

Morgan Stanley senkt Intel auf ‘Equal-weight’ und hebt Ziel an (16.06.2020)

Analyst Joseph Moore geht in einer Studie zur US-Halbeiterbranche nicht davon aus, dass Intel die Anleger in diesem Jahr enttäuscht.

Apple MacBooks zukünftig ohne Intel – Jedoch Kauf von 5G Abteilung von Intel

Das hört sich dramatisch an. Ist jedoch für uns eher unter buy the rumor, sell the news einzuordnen. Intel hat mit Apple ein freundschaftliches Verhältnis. Der iPhone-Hersteller ist schon länger unabhängiger von großen Chipherstellern wie Qualcomm. Nachdem Apple mit dem Lieferanten Qualcomm einen jahrelangen Patentstreit hatte, kaufte Apple 2019 von Intel die 5G-Smartphone-Modem-Abteilung. Damit sicherte sich Apple den Zugang zu mehr als 17.000 Mobilfunkpatenten und übernahm rund 2000 Intel-Mitarbeiter. Findet Apple Alternativen, treibt es eine Trennung voran.

Der Verkauf hat Intel bzgl. Gewinn nicht merklich geschadet, wie die Quartalsgewinne Q1 + Q2 2020 zeigen. Bei Apple MacBooks droht Intel ein Umsatzverlust von maximal 5 Prozent, den Intel auf anderen Bereichen kompensieren kann. Wir wollen damit nicht sagen, dass es positiv für Intel ist, dass Apple zukünftige MacBooks mit eigenen Chips ausrüstet. Der PC Markt verliert jedoch nicht allein bei Intel jedes Quartal mehr an Einfluss am Gesamtgewinn.

Stärken und Risiken: Intel Aktie in der SWOT Analyse

Stärken: Weiterhin positiver Ausblick bei Desktop-PC

Intel konnte für die Aktionäre und Analysten positive Prognosen bei Umsatz und Gewinn und starke Quartalszahlen seit dem Q3 2019 ausweisen. Der Umsatz wird weiterhin hauptsächlich mit den Mikroprozessoren von Client Computing, Desktops PC und Laptop erzielt. Der Investition in Rechenzentren und deren Umsatzsteigerung sorgt mittelfristig für eine wichtige Diversifikation. Mit der Eigenkapitalquote von über 55 Prozent oder 21 Milliarden USD kann Intel in der Krise sinnvolle Investitionen tätigen, wo einige Unternehmen staatliche Hilfen benötigen.

Als Halbleiter Champion steht die Statistik auf der Seite von Intel. Champions-Aktien verzeichnen höhere und konstantere Kursgewinne und weniger oder geringere Rücksetzer als 99,9 Prozent aller weltweit gehandelten börsennotierten Aktien. (Quelle Börse.de)

Schwächen: Ohne die neue 7-nm-Chip-Technologie geht bald nichts mehr

Das scheint offensichtlich, zumindest für die Produktion von Halbleitern. Intel muss die 7-nm-Chip-Technologie oder einen Nachfolger bis Ende 2021 auf dem Markt anbieten können. Es werden anderenfalls die Hersteller von PC Optionen prüfen. Käufer von Laptops erwarten Strom sparende und regelmäßig schnellere Mikroprozessoren. Bei E-Sport und der Gaming Branche “geht nicht viel” ohne schnelle Prozessoren. KI (künstliche Intelligenz), Deep Learning und neuronale Netze benötigt ebenfalls die leistungsstärkeren Prozessoren.

Chancen: Nach dem Absturz günstig bewertet

Intel überzeugte mit Prognosen zu Umsatz und Gewinn. Die Schätzungen der Analysten den letzten drei Quartale übertraf Intel. Denoch machten die Börsenanalysten die Aussichten zu modernen Halbleitern zum Thema. Der Kapitalmarkt strafte die Intel Aktie ab. Intel kann und muss gegebenenfalls ähnlich wie der Konkurrent AMD die Chipproduktion an einen spezialisierten Drittpartner auslagern. Intel’s KGV von 13 ist extrem günstig. Es liegt bei 30 bis 40 Prozent der anderer Produzenten für Halbleiter. Für den Champion der Halbleiterindustrie mit satt gefüllter „Kriegskasse“ erscheint das niedrig. Einige Analysten erwarten einen Rückgang des KGV auf unter 11 (Quelle DZ Bank).

Intel generierte nach Berechnungen von Analysten die letzten Jahre über 12 Milliarden USD freies Cashflow. Das sind Ergebnisse, die üblicherweise allein die jeweiligen Champions eines Segments schaffen. Die Zukäufe in Unternehmen der „künstlicher Intelligenz“ (KI) sowie die Investitionen in Rechenzentren kann langfristig den Rückgang der PC-Verkäufe kompensieren.

Risiken: Hohe Volatilität bietet Chancen und Risiken

Die Volatilität liegt über 10 Prozent der des S&P500. Sie begründet sich möglicherweise damit, dass es gerade im Hauptgeschäftsfeld von Intel, der 7-Nanometer-Prozessor-Technologie, an positiven Aussichten fehlt. Die hohe Volatilität zeigt, dass Investoren die Intel Aktie immer wieder suchen. Ohne einen umsetzbaren Plan für wettbewerbsfähige Prozessoren-Technologie wird die Intel Aktie es schwer haben, an alte Höhen anzuknüpfen. Denn dann wird AMD seinen Anteil an Chips auf 40 – 50 Prozent ausbauen.

Aus Sicht der technischen Analyse (Charttechnisch) entfernte sich der Kurs der Intel Aktie bei SMA50 und EMA50 um über 17 Prozent. Somit sprechen die gleitenden Durchschnitte gegen steigende Kurse der Intel Aktie.

Fazit zur SWOT Analyse

Intel hat eine weiterhin starke Marktstellung, dauerhaft hohe Bilanzgewinne und ein hohes Eigenkapital. Diese Punkte bieten die Chance, dass die Aktie zu alten Höchstständen zurückkehren kann. Es ist unvorhersehbar, wie der Markt den weiterhin zunehmenden Verlust von Marktanteilen an AMD bewertet.

Intel ist längst breiter in weiteren Märkten wie Rechenzentren, Robotik oder autonomes Fahren aufgestellt. Der Konzern besitzt eine gigantische Ansammlung von Patenten, die wie beim Verkauf der 5G Technologie an Apple für Sondererträge sorgt. Intel investiert erzielte Einnahmen regelmäßig in neue Technologien, sodass Intel Corporation am Puls der Zeit ist.

Wo die Aktie von Intel kaufen?

Die Intel Corporation einer der größten Konzerne der Welt ist. Die Intel Aktie können Sie an allen deutschen Börsenplätzen handeln. Um die Aktie Intel möglichst günstig zu kaufen, wählen Sie einen preisgünstigen Broker wie beispielsweise Tradegate. Wie Sie ein Aktiendepot eröffnen, zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt in unserem Ratgeber „Depotkonto eröffnen“ Schritt für Schritt auf.

Alternative Intel Aktien über ETF kaufen?

Wem die beschriebenen Risiken und Prognosen der Intel Aktie zu hoch erscheinen, der kann auf ETF zugreifen. ETFs sind gerade für Starter und Anfänger empfehlenswert, die sich bei der Analyse einer volatilen Aktie überfordert fühlen. Jedoch befinden sich in den ETF die Aktien nur in ihrer Gewichtung am Index wieder. So ist die Intel Aktie im MSCI World mit unter 0,5 Prozent vertreten. In ETF’s des MSCI USA ist der Anteil der Intel Aktie je nach aktueller Marktkapitalisierung (Gesamtwert aller Wertpapiere im Umlauf) bei 3,8-4 Prozent. Wir haben Ihnen 5 vielversprechende ETF’s ausgewählt. Folgende Kriterien berücksichtigen wir:

  • Fondsvolumen mindestens 200.000.000 EUR
  • Niedrige Gesamtkostenquote (TER) in der jeweiligen Vergleichsgruppe
  • Auflagedatum ETF vor 1.7.2018
  • Größtmöglicher Intel-Anteil

Das Einzelrisiko der Intel Aktie verringern und ETF mit Intel Aktie kaufen

  1. ISHARES EDGE MSCI USA VALUE FACTOR UCITS ETF – USD ACC Factsheet

Anbieter BlackRock Asset Management Ireland; Anteil Intel ca. 7,6 %

  1. XTRACKERS MSCI WORLD VALUE UCITS ETF – 1C USD ACC Factsheet

Anbieter DWS Investment S.A.; Anteil Intel ca. 5,7 %

  1. XTRACKERS MSCI WORLD INFORMATION TECHNOLOGY UCITS ETF – 1C USD ACC Factsheet

Anbieter DWS Investment S.A.; Anteil Intel ca. 2,8 %

  1. ISHARES MSCI USA QUALITY DIVIDEND UCITS ETF – USD DIS Factsheet

Anbieter BlackRock Asset Management Ireland; Anteil Intel ca. 2,8 %

  1. HSBC MSCI World UCITS ETF USD Factsheet

HSBC Investment Luxemborg, Anteil Intel ca. 0,4 %

Hinweis: Investieren in Aktien beinhaltet auch Risiken. Sie können (einen Teil) Ihre(r) Einlage verlieren.

CTA: TOP5 Depots für ETF

Intel Aktie mit CFD handeln?

Sie haben genug frei verfügbares Vermögen und Spaß am Day-Trading? Sie wollen mit einem Hebel Renditechancen erhöhen? Dann eröffnen Sie ein von der Geldanlage getrenntes CFD-Konto bei einem seriösen Anbieter wie eToro!

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Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko. 75% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

FAQ Sie haben Fragen? – Wir liefern Ihnen die Antworten

Im welchen Index befindet sich die Intel Aktie?

Die Intel Aktie ist im Nasdaq gelistet. Sie ist eines der 500 größten Unternehmen in den USA und ist somit im S&P500 zu finden. Nach dem Kurssturz um 21 Prozent Ende Juli 2020 gehört die Intel Aktie weiter zu den 10 größten börsennotierten Unternehmen der USA. Im Dow Jones ist die Intel Aktie ebenfalls enthalten.

Gab es bei Intel bereits einen Aktiensplit?

Intel machte seit 1987 bis zuletzt im Jahr 2000 insgesamt 6 Aktiensplit. Wer 1987 mit 100 Intel Aktien startete, besitzt durch die 6 Aktiensplits (Stock split) heute 4.800 Aktien. Es lohnte sich bisher gerade bei Technologieaktien die buy and hold Strategie.

Welche Aktien sind vergleichbar (Peergroup) mit der Intel Aktie?

Da ist zum einen die Aktie des Hauptkonkurrenten AMD zu nennen. Weitere interessante Unternehmen der Peergroup sind die Aktie von Nvidia oder Texas Instruments. Von den deutschen Unternehmen befinden sich die Aktien von Infinion, Süss Microtec und Aixtron in der gleichen Peergroup.

Was ist die 7-nm-Chip-Technologie bei Halbleitern?

Seit 1997 werden Halbleiter durch die International Technology Roadmap for Semiconductors (ITRS) definiert. Vereinfacht geht es um den technischen Fortschritt eines Halbleiters. Aktuell werden als neuste Chips die 7-mn-Technologie verbaut. Der technische Fortschritt sorgte dieses Jahr dafür, dass die 5-nm-Technologieknoten und 4-nm-Chip-Technologknoten produziert werden. Intel konzentriert sich mangels Möglichkeiten derzeit auf die ältere 10-nm-Technologie.

Fazit: Intel günstig bewertet – Jedoch auch negative Aussichten

Trotz aller Vorzüge der AMD Prozessoren bleibt INTEL bei PC und Server der Marktführer und Halbleiterchampion. Es ist vorstellbar, dass Intel mit seinen Ressourcen an Know-how und Manpower den Rückstand zu AMD verringern kann. Der Rückstand birgt Risiken für das Weihnachtsgeschäft 2021, sollten weitere PC-Hersteller auf AMD umschwenken, um die neue 7-nm-Chip-Technologie zu verbauen.

Es scheint nicht mehr undenkbar, dass Intel aus der direkten Chipproduktion aussteigt und als Namensgeber und Designer von Halbleitern auftritt. Die Mitbewerber AMD und Nvidia (beide Aktien an der Börse gehandelt) nutzen den taiwanesische Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) für die designten Produkte.

Die Entwicklung neuer Chipsätze für Smartphone ist bei Intel eher irrelevant. Hier sind neben Huawei die Unternehmen Qualcomm und Samsung der Maßstab. Intel hat daher 2019 die 5G-Smartphone-Modem Abteilung an Apple verkauft.

Aufgrund dieser Gründe halten wir den derzeitigen Aktienkurs im Juli 2020 von unter 50 USD für einen günstigen Kaufkurs. Den Kurs von unter 50 USD erreichte Intel letztmalig im August 2019.