Ein junger selbstständiger Softwareprogrammierer  wollte über seine Hausbank eine Immobilie finanzieren. Aufgrund eines negativen SCHUFA-Eintrages teilte die Bank dem Unternehmer mit, dass eine Finanzierung somit nicht zustande komme. Nach Einsicht in seine SCHUFA-Daten, auf die er online zugreifen konnte, stellte er fest, dass ein Inkassounternehmen eine angebliche Forderung in Höhe von 66,00 eingetragen hatte. Der Betrag bestand allerdings nur aus sogenannten Kontoführungs- und Inkassokosten, da der eigentliche Forderungsbetrag eines Warenhauses bereits längst direkt beglichen war. Natürlich brachte die Anfrage bei dem Inkassounternehmen keinen Erfolg, sodass der Softwareprogrammierer einen Rechtsanwalt einschaltete.  Die Rechtsanwälte forderten die Inkassogesellschaft zur sofortigen Löschung des streitigen SCHUFA-Eintrages auf und machten Schadensersatzansprüche des Mandanten geltend. Darüber hinaus wurde ein Widerspruch gegen die Eintragung angemeldet und mit einem Verfahren im einstweiligen Rechtsschutz gedroht. Darufhin beantragte das Inkassogesellschaft kurzerhand gegenüber der SCHUFA Holding AG die Löschung der Forderung und übernahm die Kosten der rechtsanwaltlichen Tätigkeit. Der Schufa-Basisscore sprang über Nacht von 23% auf nunmehr erfreuliche 98% zurück. Dieser Sprung verwundert den Laien. Es zeigt, dass eine noch so kleine unberechtigte Forderung trotz Vermögen und guten Einkommen die Bonität des Betroffenen komplett zerstört. Da ist zu vermuten, dass manche Inkassounternehmen daher über den Weg „SCHUFA“ Druck auf angebliche Schuldner ausüben, um sich wie wohl in diesem Fall, unberechtigte Forderungen zu erschleichen. Das neue BDSG gibt dem Verbraucher zwar viele Schutzmöglichkeiten, die jedoch selten ohne anwaltliche Hilfe ausgeschöpft werden können. Gut, wenn man da eine Rechtsschutzversicherung besitzt.