Ein Reitunfall mit einem Pferd, das bei einem Viehhändler zum Weiterverkauf im Kundenauftrag stand, fällt nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Dies hat das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen entschieden. Der nicht beim Viehhändler angestellte Kläger war nach einem Ausritt mit zwei Bekannten in einer Gaststätte gegangen. Trotz einer bandagierten Hand ritt er später alkoholisiert über einen frisch gepflügten Acker. Nach dem Anzünden einer Zigarette kam es zu einem Sturz vom Pferd. Nach seinen Aussagen sollte er für den Viehhändler mit diesem abendliche Ritt die hinreichend Straßen- bzw. Geländesicherheit des Pferdes testen. Da die Beauftragung durch den Viehhändler zum Ausreiten des Pferdes nach intensiven Befragungen des Viehhändlers und der beiden anderen Reiter nicht nachweisbar war, lehnte das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen wie zuvor das Sozialgericht eine Entschädigungsleistung aus der gesetzlichen Unfallversicherung ab.