Wetterrisikoversicherung oder Wetterversicherung

Am Wetter lässt sich nicht drehen, an den Wetterrisiken aber schon, verkündete 2011 der Versicherer HDI-Gerling. Somit war die Wetterrisikoversicherung (ggf. auch Wetterversicherung genannt) geboren. Kommt die Arbeit Ihres Unternehmens wetterbedingt zum Erliegen, können Ihnen je nach Vertragsgestaltung Kosten wie bspw. Vertragsstrafen, Lohnfortzahlung, Kosten wegen Stillstandszeiten, Überstundenzuschläge für termingerechte Fertigstellung, zusätzliche Lagerkosten sowie Umsatzverluste entstehen. Um solche mögliche Kosten abzudecken, müssen Sie Rücklagen bilden bzw. haben. Alternativ können Sie diese Wetterrisiken über eine Wetterrisikoversicherung oder Wetterversicherung absichern. Sichern Sie Ihrem Unternehmen am Markt einen Vorteil gegenüber Ihren Wettbewerbern mithilfe unserer Wetterrisikoversicherung.
Wetterrisikoversicherung
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Was versichert die Wetterrisikoversicherung oder Wetterversicherung?

Die Wetterrisikoversicherung bietet Versicherungsschutz gegen finanzielle Risiken wetterbedingter Schwankungen. Sie schützt also Ihr Unternehmen vor unkalkulierbaren finanziellen Einbußen durch klimatische und wetterbedingte Risiken. Versicherbar Frost, Niederschläge, Windstärke, Wellengang, Sonnenstunden, Wintereinbruch oder Nebel. Somit können alle Messdaten des DWD versichert werden. Je nach Ihren individuellen betrieblichen Bedürfnissen können Sie jedoch die abzusichernden Gefahren selbst festlegen. Die Wetterrisikoversicherung ist also eine Versicherung gegen Vermögensschäden, die von messbaren Witterungsereignissen ausgehen.

Welche Unternehmen können mit einer Wetterrisikoversicherung versichert werden?

Da es die Wetterrisikoversicherung erst wenige Jahre gibt, kann von uns noch keine abschließen Branchenliste erstellt werden. Daher kann die folgende Liste (Stand 2.2014) nicht abschließend sein:

  • Baubranche
  • Event und Veranstaltung
  • Gastronomie
  • Groß- und Einzelhandel mit saisonalen Produkten
  • Kommunale Dienstleister wie Winterdienste
  • Landwirtschaft
  • Logistik und Transport
  • Marketing
  • Tourismus
  • Versorgungsunternehmen
  • Windparks

Schadenbeispiele und mögliche Szenarien

  • Entgangener Gewinn z.B. bei nicht verkauften oder nicht nachgefragte Waren, Dienstleistungen oder Eintrittskarten
  • Erstattung ein Teil der Reisekosten durch die Schönwetterversicherung
  • Mehrkosten z.B. für gemietete Maschinen und erhöhten Materialbedarf
  • Vertragsstrafen z. B. bei Bau- und Montageprojekten

Wie wird das Risiko und die Prämie dei der Wetterversicherung ermittelt?

Die Parameter für Ihre individuellen Wetterrisiken und deren mögliche Auswirkungen und einer dann sinnvollen Absicherung werden auf Datenbasis des unabhängig arbeitenden Deutschen Wetterdienstes (DWD) ermittelt. Da die Messungen an mehreren der 1.000 Wetterstationen im gesamten Bundesgebiet stattfinden, kann man das Messverfahren als sehr transparent bezeichnen. So ist jederzeit transparent und nachvollziehbar, welches Wetter vor Ort herrschte. Sie als Unternehmer können vorher Ihre möglichen finanziellen Verluste und Kosten anhand entsprechender Wetterszenarien abschätzen und kalkulieren, welches Wettereignis tatsächlich den Umsatz um dann die Versicherungssumme der Absicherung festzulegen.

Wie ist der Schadenfall bei der Wetterversicherung definiert?

Wetterrisikoversicherung Satelittenbild

Wetterrisikoversicherung Satelittenbild

Wenn innerhalb des versicherten Zeitraumes die vertraglich vereinbarten Parameter überschritten oder unterschritten werden, kommt es automatisch zur Regulierung und Auszahlung. Interessant für Sie ist sicherlich, Sie müssen den Schadenfall, die Schadensumme oder den Vermögenschaden nicht nachweisen. Auch bleibt Ihnen eine Schadenmeldung erspart, da die Daten des DWD vorliegen und Ihnen auch i.d. Regel nach dem versicherten Zeitraum zugestellt werden können. Unabhängig davon können Sie selbst täglich auf der Internetseite des DWD nachlesen, wie am betreffenden Tag und Ort die Wetterverhältnisse waren.

Was gibt es noch für Besonderheiten bei der Wetterrisikoversicherung?

  • Auszahlobergrenze pro Tag oder Zeitraum
  • Abschlagszahlungen
  • Karenzzeit bis zum Versicherungsbeginn
  • Referenzmessstation und Ersatzmessstation
  • Selbstbeteiligung bis zum Erreichen bestimmter Schwellenwerte
  • Zeitraumbegrenzung für projektbezogene Wetterrisiken

Einschlüsse werden in der Regel in den AVB / BBR mit Teilversicherungssummen, versicherungstechnisch sogenannten Sublimits, dokumentiert. Ob Sie oder Ihr Unternehmen einzelne Gefahren selbst tragen können und welche Gefahren durch den Versicherer zu tragen sind, gilt es zu prüfen und zu analysieren.

Billig muss für Sie als Unternehmer / Unternehmen nicht immer günstig sein. Eine hohe Prämie ist nicht automatisch gut. Es gilt das richtige Produkt zu finden. Im sogenannten „Kleingedruckten“ finden sich oft juristische Ausführungen, die speziell für die Tätigkeit Ihres Unternehmens ungeeignet oder unzureichend sein können. Der Versicherungsnehmer kann oft erst im Schadenfall erkennen, ob er das richtige Produkt gewählt hat.

Beachten Sie bitte, dass die auf diesen Internetseiten zur Verfügung gestellten Informationen und Produkt-Vorschläge eine persönliche Beratung nicht ersetzen können. Versicherer nutzen unterschiedliche Bedingungswerke (sogenanntes wording) und können daher von den o.g. Ausführungen abweichen. Auch kann es sein, dass seit der Artikelveröffentlichung Änderungen (z.B. aufgrund der Rechtsprechung oder im Gesetzgebungsverfahren) eingetreten sind, die in diesen Artikeln enthaltenen Darstellungen nicht berücksichtigt wurden. Insbesondere bei älteren Artikeln könnte es sein, dass deren Inhalte nicht mehr vollständig zutreffend sind.

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