Rückrufkosten-Haftpflichtversicherung

Sie sind als Unternehmer Hersteller, Zulieferer, Importeure oder Händler von Erzeugnissen, die einem Rückrufrisiko unterliegen? Dann benötigen Sie eine Rückrufversicherung. Denn Sie können ggf. gesetzlich verpflichtet sein, einen Rückruf zu unternehmen. Ihre bestehende Betriebshaftpflichtversicherung leistet nicht für aus einem Rückruf entstehende Kosten, da es sich nicht um einen Sach- oder Personenschaden handelt. Ihre erweiterte Produkthaftpflichtversicherung leistet nicht, da Rückrufkosten ein Ausschlusskriterium sind. Es handelt sich somit um so genannte echte Vermögensschäden. Somit dient die Rückrufkosten-Haftpflichtversicherung eigentlich weniger der Haftung zum Schadenersatz, vielmehr der Schadensverhütung.

 

Rückrufversicherung – Welche Unternehmen sind betroffen?

Der Rückruf betrifft nicht nur Unternehmen der Lebensmittelbranche, sondern auch Hersteller von Gebrauchsgütern aller Art wie Elektrogeräte, Heimhandwerkergeräte, Haushaltgeräte, Sportgeräte oder auch Kosmetik sowie Düngemittel oder medizinische Hilfsmittel. Und nicht zu vergessen: Rückrufkosten nach einer Erpressung. Für die Kfz Industrie gelten hingegen eigenständige Versicherungsbedingungen zum Rückruf.

 

Was ist versichert?

Versichert ist im Rahmen der Versicherungsbedingungen Ihre gesetzliche Haftpflicht für Vermögensschäden, die aufgrund festgestellter oder nach objektiven Tatsachen vermuteter Mängel Ihrer Erzeugnisse oder Produkte aufgrund ggf. behördlicher Anordnung zur Vermeidung von Personenschäden ein Rückruf in Anspruch genommen werden.

 

Einschlüsse werden in der Regel in den AVB / BBR mit Teilversicherungssummen, versicherungstechnisch sogenannten Sublimits, dokumentiert. Ob Sie oder Ihr Unternehmen einzelne Gefahren selbst tragen können und welche Gefahren durch den Versicherer zu tragen sind, gilt es zu prüfen und zu analysieren.

Billig muss für Sie als Unternehmer / Unternehmen nicht immer günstig sein. Eine hohe Prämie ist nicht automatisch gut. Es gilt das richtige Produkt zu finden. Im sogenannten „Kleingedruckten“ finden sich oft juristische Ausführungen, die speziell für die Tätigkeit Ihres Unternehmens ungeeignet oder unzureichend sein können. Der Versicherungsnehmer kann oft erst im Schadenfall erkennen, ob er das richtige Produkt gewählt hat.

Beachten Sie bitte, dass die auf diesen Internetseiten zur Verfügung gestellten Informationen und Produkt-Vorschläge eine persönliche Beratung nicht ersetzen können. Versicherer nutzen unterschiedliche Bedingungswerke (sogenanntes wording) und können daher von den o.g. Ausführungen abweichen. Auch kann es sein, dass seit der Artikelveröffentlichung Änderungen (z.B. aufgrund der Rechtsprechung oder im Gesetzgebungsverfahren) eingetreten sind, die in diesen Artikeln enthaltenen Darstellungen nicht berücksichtigt wurden. Insbesondere bei älteren Artikeln könnte es sein, dass deren Inhalte nicht mehr vollständig zutreffend sind.

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