Pensionkasse

Eine Pensionskasse ist ein eigenständiger Versorgungsträger (Lebensversicherungsunternehmen), der von einem oder mehreren Unternehmen gegründet wird. Eine Rechtsform ist der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, in dem dann die Arbeitgeber Mitglieder in der Pensionskasse sind und ihre Beiträge an die Pensionskasse entrichten. Es werden aber immer mehr Pensionskassen von Versicherungsunternehmen in anderer Rechtsform gegründet. Die Pensionskasse ist eine von fünf Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung. Man unterscheidet zwischen umlagefinanzierten und kapitalgedeckten Pensionskassen.

Die Pensionskasse sichert Vorsorgerisiken ab. Zu den Vorsorgerisiken zählen Renteneintritt, Invalidität und Tod. Der Versorgungsberechtigte hat einen direkten Rechtsanspruch auf die Leistungen der Pensionskasse. Anders als bei der Unterstützungskasse sind die Arbeitnehmer bei der Pensionskasse selbst versichert und nicht über den Arbeitgeber.

Würde die Pensionskasse insolvent werden, müssten die Arbeitgeber einspringen (subsidiäre Haftung). Dass bedeutet: Für die Pensionsverbindlichkeiten haftet zunächst die Pensionskasse und erst danach muss der Arbeitgeber einspringen. Pensionskassen werden von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kontrolliert. Seit dem 1. Januar 2006 sind die meisten Pensionskassen dereguliert und unterliegen den gleichen Anforderungen wie normale Lebensversicherungsunternehmen.

Ein Arbeitnehmer kann nicht ohne Zutun des Arbeitgebers in eine Pensionskasse eintreten. Die betriebliche Altersversorgung erfordert eine Zusage des Arbeitgebers. Der Arbeitgeber bestimmt dann auch die Pensionskasse. Auch bei der Entgeltumwandlung zahlt der Arbeitgeber den vom Gehalt einbehaltenen Teil direkt in die Pensionskasse ein. Bei Ausscheiden des Arbeitnehmers kann der Arbeitnehmer diese Altersversorgung mit eigenen Beiträgen fortführen.

Da Pensionskassen eine Garantieverzinsung (Garantiezins von 2,25 Prozent) gewähren, investieren sie ihr anvertrautes Kapital auch konservativ, d.h. deutlich mehr in festverzinsliche Wertpapiere als in Aktien. Im Gegensatz zu Pensionsfonds garantieren Pensionskassen eine Mindestverzinsung, während die Entwicklung von Pensionsfonds bis auf die garantierte Mindestleistung wesentlich von der Entwicklung am Aktienmarkt abhängt. Wie bei Lebens- und Rentenversicherungen üblich, ist der Anteil, der in Aktien investiert werden darf, auf 35 Prozent begrenzt.

 

Pensionskasse und Einkommensteuer

 

Die Beitragszahlungen an die Pensionskasse sind steuerlich stark begünstigt. Zahlt ein Arbeitgeber für einen Arbeitnehmer Beiträge an eine Pensionskasse, gehören diese Beiträge zwar zum Arbeitslohn. Sie sind aber – wie bei der Direktversicherung – bis zur Höhe von 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung steuerfrei. Pro Jahr können bis zu zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung steuerfrei (2011: 2.640 Euro) auf diese Weise für den Aufbau einer betrieblichen Zusatzrente eingesetzt werden. Auf diese Beiträge entfallen keine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge.

Anmerkung: Ursprünglich waren die Beitragszahlungen nur bis Ende 2008 sozialversicherungsfrei. Im November 2007 hat der Bundestag jedoch die Verlängerung beschlossen, so dass auch über Ende 2008 Mitarbeiter weiterhin bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze steuerfrei und sozialabgabenfrei in ihren Altersvorsorgevertrag einzahlen können.

Die Auszahlungen im Rentenalter unterliegen in voller Höhe der Besteuerung (nachgelagerte Besteuerung). Weiterhin kann ein Betrag von 1.800 Euro steuerbegünstigt in eine Direktversicherung eingezahlt werden, sofern kein Altvertrag einer Direktversicherung mit Pauschalbesteuerung nach §40b des Einkommensteuergesetzes (EStG) besteht oder dieser beitragsfrei gestellt wurde. Auf diesen zusätzlichen Betrag sind allerdings Sozialabgaben zu entrichten.

Beiträge zur Pensionskasse, die aus versteuertem und sozialversicherungspflichtigem Einkommen stammen (überschießende Teil der Beiträge), können im Rahmen des § 10a EStG als Sonderausgaben abgezogen werden.

Fazit:

Zahlungen in eine Pensionskasse für die eigene Altersversorgung sind sehr sicher. Die Pensionskasse haftet für die Versorgungsansprüche des Arbeitnehmers. Bei Insolvenz müsste der Arbeitgeber einspringen. Für den Arbeitnehmer sind die Zahlungen, die der Arbeitgeber an die Pensionskasse leistet, im Rahmen der Grenzen des Einkommensteuergesetzes stark steuerbegünstigt. Die Rendite orientiert sich an der Verzinsung durchschnittlicher Rentenversicherungen.

Wenn der Arbeitgeber sich nicht an der Altervorsorge beteiligt, ist eine weitere „Recherche“ und ggf. auch eine persönliche Beratung bzgl. der komplexen Altersvorsorgemodelle erforderlich.. Hierzu wird verwiesen auf Riester-Renten-Angebote, Startseite Altersvorsorge und generell Augen auf bei der Altersvorsorge.

 

Kann Vertrag nach Ausscheiden beim AG privat fortgeführt werden?

 

Ja, jedoch werden bei Pensionskasse im Gegensatz zu Direktversicherungen spätere private Zuzahlungen in der Rentenphase ebenfalls sozialversicherungs-pflichtig sind. Auch sind diese Zuzahlungen dann aus dem Nettoeinkommen, also ohne evtl. Sozialversicherungeinsparungen oder Steuervergünstigung zu entrichten. Wie bei der Lebensversicheurng gibt es zusätzliche Sanierungsklauseln in den Vertragsbedingungen. Ob der Garantiezins suf die gesamte Vertragslaufzeit bestandhat, muss geprüft werden.
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