Glasversicherung

Eine Glasversicherung versichert Ihr Betriebsrisiko gegen Schäden an Glasscheiben und anderen Gegenständen durch Zerbrechen. Auch die Rissbildung durch die ganze Glasdicke ist mitversichert, die Erweiterung auf Schäden durch Blitz, Explosion und Brand ist möglich. Es bleibt Ihrem Riskmanagement überlassen, ob Sie Ihre Verglasung abgesichert haben wollen.

 

Was leistet der Versicherer im Schadenfall?

Der Versicherer leistet gemäß AGIB für die Wiederherstellung des früheren Zustandes, soweit dies zu den ortsüblichen Wiederherstellungskosten möglich ist. Es wird i.d.R. in sogenanntem Naturalersatz geleistet. Eine Entschädigung in Geldersatz zu den ortsüblichen Wiederherstellungskosten abzüglich jedoch des Wertes der Bruchstücke ist unter Umständen ebenfalls möglich. Bis zum Einbau der beschädigten Scheibe kann eventuell eine Notverglasung erforderlich sein, welche ebenfalls vom Versicherer erstattet wird. Zusätzlich werden Aufwendungen des Versicherungsnehmers zur Abwendung und Minderung des Schadens vergütet.

 

Welche Schäden sind nicht versichert in der Glasversicherung?

  • Beschädigungen an Rahmen und Einfassungen
  • Beschädigungen und Kratzer an der Glasoberfläche
  • Eintrübungen
  • Fensterrahmen
  • Nicht fertig eingesetzten Scheiben
  • Schutzvorrichtungen

Wie wird die Prämie oder Versicherungswert ermittelt?

Pauschal: Gesamtfläche des Außenglases. I.d. Regel ist dann die Innenverglasung mitversichert.

Einzel: Die Prämie richtet sich bei der Einzelversicherung nach der Glasart wie Doppel- oder Dreifachverglasung und der Größe der Glasfläche.

Gebäude Glasversicherung: Der Versicherungswert errechnet sich aus den Kosten für die Ersatzbeschaffung bei Gebäudes, sofern nicht nach Scheibengröße versichert wird.

Ggf. unterscheiden Versicherer bei einer Gebäudeverglasung zwischen Glas des allgemeinen Gebrauchs und der gesamten Gebäudeverglasung.

 

Einschlüsse werden in der Regel in den AVB / BBR mit Teilversicherungssummen, versicherungstechnisch sogenannten Sublimits, dokumentiert. Ob Sie oder Ihr Unternehmen einzelne Gefahren selbst tragen können und welche Gefahren durch den Versicherer zu tragen sind, gilt es zu prüfen und zu analysieren.

Billig muss für Sie als Unternehmer / Unternehmen nicht immer günstig sein. Eine hohe Prämie ist nicht automatisch gut. Es gilt das richtige Produkt zu finden. Im sogenannten „Kleingedruckten“ finden sich oft juristische Ausführungen, die speziell für die Tätigkeit Ihres Unternehmens ungeeignet oder unzureichend sein können. Der Versicherungsnehmer kann oft erst im Schadenfall erkennen, ob er das richtige Produkt gewählt hat.

Beachten Sie bitte, dass die auf diesen Internetseiten zur Verfügung gestellten Informationen und Produkt-Vorschläge eine persönliche Beratung nicht ersetzen können. Versicherer nutzen unterschiedliche Bedingungswerke (sogenanntes wording) und können daher von den o.g. Ausführungen abweichen. Auch kann es sein, dass seit der Artikelveröffentlichung Änderungen (z.B. aufgrund der Rechtsprechung oder im Gesetzgebungsverfahren) eingetreten sind, die in diesen Artikeln enthaltenen Darstellungen nicht berücksichtigt wurden. Insbesondere bei älteren Artikeln könnte es sein, dass deren Inhalte nicht mehr vollständig zutreffend sind. Die Komplexität und der ständige Wandel der behandelten Materie machen es jedoch erforderlich, Haftung und Gewähr auszuschließen.

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