Geschäftsgebäudeversicherung und Betriebsgebäudeversicherung

Um im Wettbewerb bestehen zu können, sind Gewerbebetriebe und Freiberufler stärker denn je auf den Einsatz moderner Technik angewiesen. Da Geschäftsgebäude bzw. Betriebsgebäude und -einrichtung sowie die technische Ausrüstung immer kostspieliger werden, ist eine Geschäftsgebäudeversicherung und / oder Betriebsgebäudeversicherung unabdingbar. Denn Ihre Geschäftsgebäude bzw. Betriebsgebäude sollten Sie selbstverständlich richtig versichern, ein nicht versicherter Schaden kann schnell das finanzielle Aus für Ihr Unternehmen oder Ihre Praxis bedeuten. Eine Geschäftsgebäudeversicherung oder Betriebsgebäudeversicherung sollte für Sie als Eigentümer von gewerblich genutzten Immobilien unverzichtbar sein.

Geschäftsgebäude Betriebsgebäude
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Höhe der Versicherungsprämie einer Geschäftsgebäudeversicherung und Betriebsgebäudeversicherung

Die Versicherungsprämie einer Geschäftsgebäudeversicherung bzw. Betriebsgebäudeversicherung wird üblicherweise von den folgenden Faktoren geprägt:

  • Versicherungssumme des Geschäftsgebäudes / Betriebsgebäudes
  • Leitungswasserzone
  • Zuschläge für besondere Gefahrenverhältnisse des Gebäudes selber (z.B. Art des Betriebes, gelagerte Stoffe und Materialien
  • sonstige Gebäudebestandteile wie Fußbodenheizung Sprinkleranlagen und Klimaanlagen Bauart Dachbeschaffenheit)
  • Zuschläge für gewünschte Einschlüsse beim Versicherungsschutz (z.B. Überspannungsschaden, Sachverständigenkosten, Aufräumungs-, Abbruch-, Bewegungs- und Schutzkosten)
  • und ggf. für besonders brandgefährdete Nachbargebäude oder Betriebe in der Nachbarschaft

Wie wird die Versicherungssumme ermittelt?

Die Versicherungssumme selbst kann unterschiedlich mit dem Versicherer vereinbart werden. Sie stellt die maximale Ersatzhöhe im Schadenfall dar. Übliche Methoden sind: Neuwertversicherung, welche den aktuellen Gebäudewert widerspiegelt. Sofern keine Veränderungen der Versicherungssumme vorgenommen werden, kommt es bei steigenden Baupreisen zu einer schleichenden Unterversicherung. Gleitende Neuwertversicherung, welche die Umrechnung mit einem Baupreisindex des statistischen Bundesamtes vom imaginären „Wert 1914“ auf einem aktuellen Wert (Bau-, Kaufpreis, Sachverständigenbewertung, Berechnung nach Kubikmeter umbautem Raum und einem von der Ausstattungsqualität abhängigen Kubikmeter-Pauschalpreis) errechnet. Der Baupreisindex wird jedes Jahr vom statistischen Bundesamt neu festgestellt bzw. ermittelt, die Prämie passt sich entsprechend im Verhältnis an. Neuwertversicherung mit Wertzuschlagsklausel, welche zur Vermeidung von Unterversicherung bei jüngeren Gebäuden (Basisjahr 1970 oder 1980) verwendet wird. Auch hier wird jährlich die Versicherungssumme gemäß der Änderungen der Baupreise durch einen Wertzuschlag erhöht und die Prämie neu berechnet. Für die Richtigkeit der Versicherungssumme haftet grundsätzlich der Versicherungsnehmer selbst. Daher sollten Sie zur Ermittlung der richtigen Versicherungssumme den Rat eines Versicherungsmaklers nutzen, damit Sie eine Unterversicherung vermeiden können. Viele Versicherer gewähren Unterversicherungsverzicht unter einer der folgenden Voraussetzungen:

  • Vorlage und Akzeptanz eines Bausachverständigen-Gutachtens
  • Zutreffende Angabe des Gebäude-Neuwerts auch in Preisen eines anderen Jahres, welcher auf aktuellen Wert umgerechnet werden kann
  • Vorlage der letzten Policenkopie des ehemaligen Monopol-/Zwangsversicherers

Welche Gefahren sind bei der Geschäftsgebäudeversicherung und Betriebsgebäudeversicherung absicherbar?

Versicherungsschutz für Ihr(e) Betriebsgebäude bzw. Geschäftsgebäude einschließlich Grund- und Kellermauern wird neben einer Vorsorgeversicherung (gilt für Wertsteigerungen sowie für Um- und Anbauten, sofern beantragt) für Schäden durch

angeboten. Der Versicherungsschutz nach den Allgemeinen Versicherungsbedingungen ist lückenhaft und stellt nur eine Grundabsicherung dar. Sofern Sie nicht gleich eine AllRisk oder MultiRisk Police mit Ihrem Versicherer vereinbart haben, sollte ein leistungsstarker Versicherer folgende Bedingungserweiterungen ohne Anspruch auf Vollzähligkeit (alphabetisch sortiert) bieten:

  • Abbruch-, Aufräumungs-, Feuerlösch-, Bewegungskosten
  • Aufräumungs-, Abbruch-, Abfuhr- und Isolierkosten für radioaktiv verseuchte Abfälle
  • Dekontaminationskosten für verseuchtes Erdreich
  • Aufwendungen für das Entfernen von durch Sturm umgestürzten Bäumen außen angebrachte Sachen
  • Gebäudebeschädigungen infolge Einbruchdiebstahl
  • Grundstücksbestandteile (z.B. Einfriedungen, Hof- und Gehsteigbefestigungen, elektrische Freileitungen, Hundezwinger, Müllbehälterboxen) Klimaanlagen, Fotovoltaikanlagen u.ä. Mehrkosten durch behördliche Wiederherstellungsbeschränkungen Preisdifferenzen Sachverständigenkosten
  • Schäden durch Rohrbruch oder Frost an Wasserzuleitungs- und Heizungsrohren auf dem Versicherungsgrundstück
  • Überspannungsschäden durch Blitz
  • Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung der zerstörten oder beschädigten Gebäudeteile.

Manche Versicherer bieten im Leistungsspektrum abgestufte Paketlösungen an. Hier ist im Besonderen auf das „Kleingedruckte“ zu achten, damit Sie im Schadenfall keine unliebsamen Überraschungen erleben.

 

 

Einschlüsse werden in der Regel in den AVB / BBR mit Teilversicherungssummen, versicherungstechnisch sogenannten Sublimits, dokumentiert. Ob Sie oder Ihr Unternehmen einzelne Gefahren selbst tragen können und welche Gefahren durch den Versicherer zu tragen sind, gilt es zu prüfen und zu analysieren.

Billig muss für Sie als Unternehmer / Unternehmen nicht immer günstig sein. Eine hohe Prämie ist nicht automatisch gut. Es gilt das richtige Produkt zu finden. Im sogenannten „Kleingedruckten“ finden sich oft juristische Ausführungen, die speziell für die Tätigkeit Ihres Unternehmens ungeeignet oder unzureichend sein können. Der Versicherungsnehmer kann oft erst im Schadenfall erkennen, ob er das richtige Produkt gewählt hat.

Beachten Sie bitte, dass die auf diesen Internetseiten zur Verfügung gestellten Informationen und Produkt-Vorschläge eine persönliche Beratung nicht ersetzen können. Versicherer nutzen unterschiedliche Bedingungswerke (sogenanntes wording) und können daher von den o.g. Ausführungen abweichen. Auch kann es sein, dass seit der Artikelveröffentlichung Änderungen (z.B. aufgrund der Rechtsprechung oder im Gesetzgebungsverfahren) eingetreten sind, die in diesen Artikeln enthaltenen Darstellungen nicht berücksichtigt wurden. Insbesondere bei älteren Artikeln könnte es sein, dass deren Inhalte nicht mehr vollständig zutreffend sind. Die Komplexität und der ständige Wandel der behandelten Materie machen es jedoch erforderlich, Haftung und Gewähr auszuschließen.

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