Betriebsunterbrechungsversicherung

Nach einem versicherten Sachschaden wie Feuer, Leitungswasser, Einbruch/Diebstahl, Sturm oder einem erweiterten Elementarschaden kann es sein, dass Sie nicht sofort wieder mit der Produktion, dem Verkauf oder der Dienstleistung anfangen können. Somit erhöht jeder Tag Verzögerung bei der Wiederherstellung Ihres Unternehmens die Gefahr, dass Ihre Kunden fern bleiben oder schlimmstenfalls zum Mitbewerber abwandern. Auch kann es sein, dass Ihre Kosten wie Gehälter, Mietverträge, Leasingverträge, Energiekosten, Bankkredite und Versicherungsbeiträge weiter bedient werden müssen, obwohl aufgrund der Betriebsschließung keine Einnahmen erzielt werden. Die schnelle Wiederherstellung der Betriebstätigkeit nach einem versicherten Schaden hat daher sicherlich oberste Priorität. Für diesen Fall gibt es die Betriebsunterbrechungsversicherung. Sie leistet bei einem versicherten Sachschaden (Feuer, Einbruchdiebstahl, Vandalismus, Raub, Leitungswasser, Sturm inkl. Hagel und Elementar) für den entgangenen Gewinn und die fortlaufenden Kosten, die aufgrund der Betriebsunterbrechung entstanden sind. Auch werden die Kosten zur Schadenminderung wie Ihre ggf. zu zahlenden Mehrkosten für die Erweiterung des Schichtbetriebes, Überstundenzuschlägen, oder zusätzliches Anmieten von Geschäfts- und Lagerräumen bezahlt. Nicht versichert ist der krankheitsbedingte Ausfall (Betriebsausfallversicherung) von Ihnen oder einer Quarantäne (Betriebsausfallversicherung oder Seuchenschließungsversicherung), die über Ihren Betrieb behördlich verhängt wird.

Unterschiedliche Betriebsunterbrechungsversicherungen?

Die Betriebsunterbrechungsversicherungen unterscheiden sich in sogenannte

  • kleine Betriebsunterbrechungsversicherung (KBU),
  • mittlere Betriebsunterbrechungsversicherung (MBU)
  • und die große Betriebsunterbrechungsversicherung (Groß-BU).

Sofern abgeschlossen, ist grundsätzlich die KBU an die Betriebsinhaltsversicherung oder Geschäftsinhaltsversicherung gebunden und hat bei manchen Versicherern auch die gleiche vereinbarte Versicherungssumme wie die Betriebsinhaltsversicherung oder Geschäftsinhaltsversicherung. Das kann bei umsatzstarken Unternehmen im Schadenfall zur Enttäuschung wegen einer Unterversicherung führen. Die mittlere und große Betriebsunterbrechungsversicherung können eigenständig und immer mit der individuell ermittelten Versicherungssumme abgeschlossen werden.

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Wie ist das mit der Haftzeit?

Die Haftzeit einer Betriebsunterbrechungsversicherung beginnt i.d.R. mit Eintritt des Sachschadens, ggf. in Abzug von Karenztagen. Sie endet, wenn der Betrieb seine volle Wirtschaftskraft wiedererlangt hat. I.d.R. ist eine Haftzeit von 12 Monaten üblich, jedoch können auch Haftzeiten von 18 oder sogar 24 Monaten abgeschlossen werden. Da Umsatz, Kosten und Gewinn erst nach dem Geschäftsjahr feststehen, wird bei der mittleren Betriebsunterbrechungsversicherung (MBU) und der großen Betriebsunterbrechungsversicherung (Groß-BU) die Versicherungsprämie erst nach dem Geschäftsjahr rückwirkend und vorsorglich für die Zukunft ermittelt. In dieser Übergangszeit können Sie eine Nachhaftungsklausel vereinbaren, die Ihnen bis zur endgültigen Ermittlung eine beitragsfreie Versicherungssumme gewährt.

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Einschlüsse werden in der Regel in den AVB / BBR mit Teilversicherungssummen, versicherungstechnisch sogenannten Sublimits, dokumentiert. Ob Sie oder Ihr Unternehmen einzelne Gefahren selbst tragen können und welche Gefahren durch den Versicherer zu tragen sind, gilt es zu prüfen und zu analysieren.

Billig muss für Sie als Unternehmer / Unternehmen nicht immer günstig sein. Eine hohe Prämie ist nicht automatisch gut. Es gilt das richtige Produkt zu finden. Im sogenannten „Kleingedruckten“ finden sich oft juristische Ausführungen, die speziell für die Tätigkeit Ihres Unternehmens ungeeignet oder unzureichend sein können. Der Versicherungsnehmer kann oft erst im Schadenfall erkennen, ob er das richtige Produkt gewählt hat.

Beachten Sie bitte, dass die auf diesen Internetseiten zur Verfügung gestellten Informationen und Produkt-Vorschläge eine persönliche Beratung nicht ersetzen können. Versicherer nutzen unterschiedliche Bedingungswerke (sogenanntes wording) und können daher von den o.g. Ausführungen abweichen. Auch kann es sein, dass seit der Artikelveröffentlichung Änderungen (z.B. aufgrund der Rechtsprechung oder im Gesetzgebungsverfahren) eingetreten sind, die in diesen Artikeln enthaltenen Darstellungen nicht berücksichtigt wurden. Insbesondere bei älteren Artikeln könnte es sein, dass deren Inhalte nicht mehr vollständig zutreffend sind. Die Komplexität und der ständige Wandel der behandelten Materie machen es jedoch erforderlich, Haftung und Gewähr auszuschließen.

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