Der Progressionsvorbehalt bezeichnet eine gesetzliche Regelung aus dem EStG (§32b Abs.1Nr.1), dass definierte steuerfreie Einkünfte wie bspw. eine Rente aus der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung oder das gesetzliche Krankengeld durch die Wirkung der sogenannten Progression den Steuersatz erhöhen kann. Hierbei werden auf die steuerpflichtigen Einkünfte die den Progressionsvorbehalt unterliegenden Einkünfte hinzu gerechnet, der dann maßgebliche Steuersatz ermittelt und diesen dann auf steuerpflichtigen Einkünfte umgelegt. So kommt es trotz Steuerfreiheit durch den Progressionsvorbehalt zu einer Erhöhung der Steuerschuld. Die Einnahmen sind also steuerfrei, wirken sich aber auf die Höhe des Steuersatzes der anderen Einkünfte aus. Das Krankentagegeld aus der privaten Krankenversicherung wird nicht in den Progressionsvorbehalt einbezogen.