Als Beiträge (ugs. auch Prämien genannt) bezeichnet man in der Versicherungswirtschaft die Zahlungen an die Versicherungsgesellschaft. Beiträge setzen sich aus dem Verwaltungskostenanteil und dem Risikoanteil zusammen. In Beiträgen können auch Risikozuschläge für erhöhte Risiken aufgrund der Lage eines versicherten Objektes oder des Gesundheitszustandes der versicherten Person einkalkuliert sein. Siehe dazu auch Risikoprüfung.
Üblicherweise wird in der sogenannten Personenversicherung in Bruttobeiträge und Nettobeiträge unterschieden. Sofern der Versicherer erwirtschafteten Überschüsse direkt dem Beitrag wieder gutschreibt, ist vom Versicherungsnehmer der sogenannte Nettobeitrag zu entrichten. Sinken oder steigen diese Überschüsse, verändert sich der zu zahlende Nettobeitrag im darauf folgendem Jahr. Sollte der Versicherer keine Überschüsse erwirtschaften, muss der Versicherungsnehmer den Bruttobeitrag bezahlen. Entgegen häufig anderslautender Aussagen auch vieler Versicherer ist der Beitrag jedoch nicht grundsätzlich auf den Bruttobeitrag begrenzt (sog. Freizeichnungs- und Treuhänderklauseln gem. §172 VVG).
Die Berechnung von Nettobeiträgen wird auch Beitragsverrechnung genannt.

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