Zu den Vertragspflichten des Versicherungsnehmers gehört die Beachtung der in §19 VVG vorgegebene Regeln und Vereinbarungen zur vorvertraglichen Anzeigepflicht. Um der Anzeigepflicht zu genügen, hat der Versicherungsnehmer alle ihm bekannten Gefahrumstände dem Versicherer anzuzeigen. Es handelt sich bei der vorvertraglichen Anzeigepflicht um die Gefahrumstände, welche für dessen Entschluss ausschlaggebend sind, den Versicherungsvertrag mit dem vereinbarten Inhalt schließen zu wollen und nach denen der Versicherer ausdrücklich gefragt hat. Auch die sofortige Meldung von Änderungen während der Laufzeit kann Vertragsbestandteil sein. Hierzu gehört ebenfalls gemäß §30 VVG den Versicherer nach Eintritt eines Versicherungsschadens hiervon in bestimmten Fristen in Kenntnis zu setzen. Der Versicherer kann in seinen AVB die Schriftform vorschreiben. Auf eine Leistungsfreiheit im Schadenfall kann sich der Versicherer auf Fristversaemnis nicht berufen, sofern er in anderer Weise vom Eintritt des Versicherungsschaden Kenntnis erlangt hat.

Folgend eine kleine Auswahl von typischen Anzeigepflichten:

  • Haftpflichtversicherung: Neues Risiko wie Anschaffung Hund, Erweiterung der Betriebstätigkeit
  • Kfz Versicherung: Erhöhung der vereinbarten Kilometerleistung, Änderung des Fahrerkreises,
  • Rechtsschutzversicherung: Neu hinzukommende Risiken
  • Wohngebäudeversicherung: Neu hinzukommende Photovoltaikanlage

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