Als Eigentümer eines oder mehrerer Ferienhäuser stellen Sie sich jeden Winter vielleicht die folgenden Fragen:

Muss die Heizung im Winter durchlaufen?
Reicht die Einstellung auf Frostwächter?
Muss ich zum kontorlieren kommen?
Bietet die Gebäudeversicherung bei Frostschäden Versicherungsschutz?

Das OLG Oldenburg entschied dazu am 23.12.2015 (Az 5 U 190/14), unter welchen Vorraussetzungen Versicherungsschutz durch den Gebäudeversicherer bei einem Frostschaden gegeben ist.

In dem verhandelten Fall ging es um einen Leitungswasserschaden in Höhe von 11.000 EUR aus dem Jahr 2012. Es herrschten zu der Zeit Minustemperaturen im zweistelligen Bereich und das Ferienhaus war zu dieser Zeit unbewohnt. Die 3 Jahre alte Heizungsanlage fiel aus, sodass mehrere Leitungen und Heizkörper platzten und es zu einem erheblichen Wasserschaden kam. Der Versicherer hielt jedoch die sogenannte Frostschutzeinstellung (Sternstellung) an den Heizkörpern nicht für ausreichend und gewann damit den Prozess in der Vorinstanz.

Das OLG Oldenburg gab der Klage bis auf einen kleinen Teilbetrag statt.
Das Ferienhaus ist bei Sternstellung ausreichend beheizt und gegen Frost gesichert.
Das eingestelltes „Ferienprogramm“ hat eine Frostsicherung enthalten.
Die zweimalige Kontrolle pro Woche ist ausreichend. Denn eine Heizungsanlage sei nur so häufig zu kontrollieren, dass nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge ein reibungsloses Funktionieren gewährleistet werden kann.
Bei einer 3 Jahre alten Heizungsanlage muß ein Versicherungsnehmer nicht jederzeit damit rechnen, dass es zu einem plötzlichen Ausfall der Anlage kommen kann.
Der Versicherungsnehmer habe somit keine vertraglichen Obliegenheiten verletzt.