Das Landgericht Heidelberg hat im Urteil vom 21.12.2011 (Az.5S30/11) über den Steinschlag durch vorausfahrenden Lkw festgelegt, dass dieser beweisen muss, das es sich bei dem entstandenen Schaden um ein unabwendbares Ereignis handelt. Im verhandelten Fall entstand durch einen aufgewirbelten Stein ein Schaden an der Windschutzscheibe des nachfahrenden Pkw. Nachdem der Lkw als Verursacher des Schaden festgestellt wurde, verlange die Klägerin Schadenersatz. Da das Gericht keine andere Schadenursache bspw. durch Gegenverkehr feststellen konnte, wurde die Haftung aus der Betriebsgefahr des Lkw begründet
Für eine Haftung aus Betriebsgefahr reiche es aus, dass ein Schaden kausal auf dem Betrieb eines Kraftfahrzeugs beruhe. Der Beklagte habe nicht beweisen können, dass der Schaden durch ein unabwendbares Ereignis gemäß verursacht worden sei. Ein solches wäre anzunehmen, wenn ein auf der Straße liegender Stein von den Rädern des Lkw aufgewirbelt worden wäre. Dass der Schaden auf diese Weise entstanden sei, konnten die Beklagten jedoch nicht beweisen. In diesem Fall greife der Haftungsausschluss nach §17Abs.2,3 StVG demnach nicht.
Somit stand der Klägerin ein Schadensersatz in Höhe der entstandenen Kosten für die Reparatur der Scheibe zu.