Wer sein Fahrzeug (teilweise) im absoluten Halteverbot parkt und dadurch andere Verkehrsteilnehmer behindert, haftet anteilig für einen Unfallschaden, den ein anderer Verkehrsteilnehmer an dem parkenden Wagen verursacht (AG München, Az. 341 C 15805/0) . Im entschiedenen Fall parkte ein Taxifahrer sein Taxi so, dass es 1,28 Meter ins absolute Halteverbot hineinragte. Der Sinn des absoluten Halteverbotes an dieser Stelle war, das dort regelmäßig verkehrenden Bussen
das Umfahren der Kurve erleichtert werden sollte. Nachdem ein Busfahrer am Heck des Taxis hängen blieb, forderte der Taxiunternehmer Schadenersatz. Der Schaden belief sich auf 3.588,- Euro. Das Busunternehmen sah das Verschulden ein und bezahlte 60% des Schadens. Damit war der Taxiunternehmer nicht einverstanden und klagte. Vor Gericht bekam er teilweise Recht. Denn obwohl die Straße an sich
breit genug war, bewertete das Gericht die durch den Taxifahrer verursachte
Behinderung so, dass das Busunternehmen mit 2/3 des entstandenen Schadens haften müsse. Die Differenz sei noch zu zahlen, im Übrigen wurde die Klage abgewiesen.