Wie das Bundesversicherungsamt in einer Presserklärung nun klargestellt hat, ist der Wechsel von Mitgliedern der GKV in eine private Krankenversicherung unabhängig von Bindungsfristen aus Wahltarifen zulässig, wenn die Versicherungspflicht aufgrund der Einkommenshöhe (Jahresarbeitsentgeltgrenze) geendet hat.

Zusätzlich muss die gesetzliche Kasse (GKV) auch auf die Wechselmöglichkeit zur privaten Krankenversicherung (PKV) hinzuweisen. Somit kann der Versicherte beim Vorliegen der entsprechenden Vorversicherungszeit als freiwilliges Mitglied bei der GKV bleiben oder in die PKV wechseln. Somit kann das Mitglied auch bei vorheriger Wahl eines „Wahltarifs mit Bindungsfrist, wie es bspw. bei den Selbstbehaltstarifen der GKV üblich ist, seinen Austritt innerhalb von zwei Wochen nach Hinweis der GKV dieser erklären. Die bisherige Ablehnung einiger Kassen wegen der Bindungsfrist von 1-3 Jahren ist gemäß Bundesversicherungsamtes (BVA) nicht zulässig. Denn es handele sich bei dem Austritt nicht um eine Kündigung des Tarifs, sondern um einen sogenannten „Austritt“ aufgrund des Überschreitens der JAEG. Somit finde eine Kündigungsfrist keine Anwendung. Jedoch würde bei Wandlung der Mitgliedschaft in eine freiwillige Mitgliedschaft, also kein Wechsel in PKV, die Bindungswirkung des Wahltarifs erhalten bleiben.