Nachdem ein Versicherer die Rückkaufswerte aus mehreren Lebensversicherungen an einen Dritten ausbezahlt hatte, welcher im Besitz der Versicherungsscheine war und der Versicherungsnehmer ihm seine Rechte aus allen Verträgen abgetreten hatte,  verlangte der Insolvenzverwalter vom Versicherer die Auszahlung der Rückkaufswerte. Denn über das Vermögen des Versicherungsnehmers war vorher das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Sicherlich war zwar die Abtretung der Rechte aus den Versicherungsverträgen aufgrund der Eröffnung des Insolvenzverfahrens unwirksam, da dem Versicherungsnehmer die Verfügungsgewalt, welche für eine wirksame Abtretung unabdingbar ist, gegenüber dem Versicherer fehlte. Trotzdem bleibt der Versicherer gemäß BGH (AZ.  IV ZR 207/08) gegenüber dem Insolvenzverwalter leistungsfrei.  Denn die Legitimation durch den Versicherungsschein erfasste auch das Kündigungsrecht. Somit konnte der Versicherer den Inhaber des Versicherungsscheins als zur Kündigung berechtigt ansehen und an diesen mit befreiender Wirkung auszahlen.