Wie das OLG Frankfurt in seinem Urteil vom 14.08.2009 (Az.: 19W 47/09) entschied, kann ein Unfallgeschädigter mit Hilfe des Gerichts keine schnellere Bearbeitung seines Schadensfalles erreichen. Eine dem Versicherer vorgelegte vorläufige Bezifferung seines Unfallschadens führt nicht dazu, dass der Kläger eine aus seiner Sicht zügige Schadensbearbeitung einklagen kann. Die gesetzlich normierte Pflicht des Versicherers oder des Schadenregulierungsbeauftragten zur unverzüglichen Bearbeitung eines Schadensersatzbegehrens gewährt dem geschädigten Dritten keinen klagbaren Anspruch. Sie begründet nur eine Obliegenheit des Versicherers oder des Schadensregulierungsbeauftragten, eine Antwort mit Begründung ist innerhalb einer Frist von drei Monaten ab Eingang des Schadensersatzantrags zu erteilen. Ggf. steht jedoch dem Kläger nach Ablauf dieser Frist eine Verzinsung seiner Ansprüche zu.